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1844 Sacristans dank starker Defense siegreich - Freiburg sichert dritten Tabellenplatz Drucken E-Mail
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(ojk) Die 1844 Freiburg Sacristans konnten sich am vergangenen Samstag in einem spannenden Spiel knapp gegen die Holzgerlingen Twister durchsetzen. Matchwinner für die Freiburger war Safety Vincent Jöst, der den einzigen Touchdown des Spiels erzielte. Durch das 7:0 (0:0/0:0/7:0/0:0) griffen die Messdiener auch noch einmal in die Meisterschaft ein. Denn durch die Niederlage verpasste der schwäbische Wirbelsturm die direkte Meisterschaft und muss nun auf einen Ausrutscher von Hanau hoffen. Trotzdem steht Aufsteiger Holzgerlingen als Tabellenzweiter in der Relegation zum Aufstieg in die zweite Bundesliga. Die Twister verloren in diesem Jahr lediglich zwei ihrer zehn Spiele, beide gegen Freiburg.

Es war kein Spiel für Fans des gepflegten Angriffsfootballs. Stattdessen lieferten sich beide Defensivabteilungen eine Abwehrschlacht. Insgesamt elf Mal mussten sich beide Angriffsformationen per Punt vom Ball trennen. Dazu kamen drei Turnover auf Freiburger (2  Fumbles, 1 Interception) und fünf Ballverluste auf Holzgerlinger Seite (1 Fumble, 4 Interceptions). „Holzgerlingen war in der Verteidigung gut eingestellt. Wir haben zwar alle Hebel und Knöpfe in Bewegung gesetzt, fanden heute aber kein geeignetes Mittel“, so ein über die Auswertung der Offense frustrierter Sacristans-Headcoach Jochen Kern. „Wir haben seit neun Spielvierteln keine Offensepunkte mehr erzielt!“ Gerade gegen starke Gegner müsse man hier abgeklärter sein und die Chancen besser nutzen. „Die Defense ist heute mal wieder über sich hinaus gewachsen“, sprach Kern der Verteidigung ein großes Lob aus. Es war der erste Sieg ohne Gegenpunkte seit zwei Jahren.

Holzgerlingen startete zunächst mit einem neuen Mann auf der Position des Quarterbacks. Robert Myers sollte die Geschicke des Twister-Angriffs leiten, fand aber das ein ums andere Mal in der Freiburger Defense seinen Meister. Im dritten Quarter versuchten es die Twister dann wieder mit Stamm-Quarterback Thomas Williams, der angeschlagen in die Partie gegangen war. Allerdings auch ohne Erfolg. Gleich vier Mal warfen die Gäste den Ball in die Hände der Freiburger. Davon drei Mal im letzten Spielviertel zu Safety Christian Rübenacker. Was bei der Defense für Frohlocken sorgte, sorgte auf der anderen Seite für Haare raufen. Aus einem 60 Yard Fumble Return von Linebacker Guido Pietrula bis kurz vor die Holzgerlinger Endzone konnten die Sacristans kein Kapital schlagen. Kurz vor der Halbzeit verschossen dann die Twister ein 24-Yard-Field Goal und verpassten die Führung.

Im dritten Quarter dann der große Auftritt von Safety Vincent Jöst. Der Freiburger Verteidiger, der die Sacristans zum Saisonende in Richtung Hamburg verlassen wird, schnappte sich einen Punt der Twister und trug ihn über 72 Yards zum Touchdown zurück. Nach erfolgreichem Zusatzkick durch Konrad Wehrle hieß es 7:0 für die Hausherren. Es sollten die einzigen Punkte im Spiel bleiben. „Es freut mich sehr für Vince, dass ihm in seinem letzten Heimspiel für die Sacristans noch ein Mal so ein spektakulärer Return gelungen ist“, freute sich Headcoach Kern. Jöst ist ein Freiburger Eigengewächs und wie über zwei Dutzend ehemalige Jugendspieler mitverantwortlich für den Erfolg der Sacristans in den vergangenen drei Jahren. „Das zeigt, dass wir ein solides Programm haben. Dieses Jahr hat es noch nicht für den großen Sprung gereicht, aber wir bleiben dran“, versprach Kern.

Mit dem Sieg begruben die Sacristans, wie schon 2007, zunächst die Meisterschaftsträume der Holzgerlinger. Denn die Twister sind nun auf Schützenhilfe von Frankfurt oder Jena angewiesen, die einzigen Teams die noch gegen Hanau antreten müssen. Nur durch einen Ausrutscher der Hornets schaffen die Schwaben noch den Sprung auf Platz eins. Als Zweitplatzierter sind die Twister allerdings schon sicher für die Relegation qualifiziert. Diese haben die Messdiener knapp verpasst, konnten aber durch den Sieg wie im Vorjahr den dritten Platz sichern. Am kommenden Samstag geht es nun zum Saisonabschluss zu den Pforzheim Wilddogs, die bereits als einer der drei Absteiger feststehen. „Wir wollen kein zweites Nauheim erleben“, fordert Kern von seinen Spielern.

Ebenfalls nach Pforzheim geht es für die Freiburger Jugend am Samstag. Nachdem man in der regulären Saison nur drei Spiele austragen konnte, bestreiten die Juniors gegen die Wilddogs ein Freundschaftsspiel. Kickoff für das Jugendspiel ist um 12:30 Uhr, die Herren spielen um 16:00 Uhr.

Sehr erfreuliches gibt es auch von den jüngsten Nachwuchsfootballern zu berichten. Durch einen 35:0-Sieg gegen die Backnang Wolverines beim Flagturnier in Weinheim sicherten sich die Flaggies den vierten Platz in der Jugendflagliga. Dies ist der größte Erfolg seit Gründung des Flagteams und der verdiente Lohn für den großen Einsatz von Spielern und Trainern in den vergangenen Monaten.

Punkte für die Sacristans: V. Jöst 6, K. Wehrle 1.
 
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